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Die neidische Konkurrenz wird es mit Genugtuung und Erleichterung registrieren aber viele Bürger in Neudorf und Umgebung, die fast zwei Jahrzehnte niveauvollen Karneval in unserem Stadtteil feiern konnten, werden es mit Bedauern zur Kenntnis nehmen:
Der NKC stellt seinen Veranstaltungsbetrieb ein !
Damit ist leider auch die Verleihung des “Medien-Hoppeditz”, eine Auszeichnung, die nicht nur in den lokalen Medien, sondern auch durch bundesweite TV-Berichte für Aufmerksamkeit sorgte und unseren Karneval über die Stadtgrenzen hinaus ein wenig ins Rampenlicht rückte, Geschichte. Die Zeit, wo prominente Medien-Stars ein wenig Glanz und Glamour auf die närrische Bühne in Neudorf brachten, gehört der Vergangenheit an.
Der Vorstand des NKC hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, ist jedoch in vielen Gesprächen, u.a. beim gemeinsamen Sommerurlaub in Kroatien zu der Erkenntnis gekommen, dass unter den gegebenen Umständen das Niveau, für das der NKC mit seinem Namen steht, nicht mehr zu halten ist. Die Ursachen sind wie immer in solchen Fällen vielfältig. Der Hauptgrund ist, wie könnte es in diesen Zeiten anders sein, die Finanzierung. Wer die rasante Entwicklung in den letzten 20 Jahren miterlebt hat, kann nur mit dem Kopf schütteln. Die Gagen, die karnevalistische Künstler heute teilweise verlangen, stehen denen von Pop-Stars nicht mehr viel nach. Eine Gage von 1500 Euro für den 20-minütigen Auftritt eines mittelmässigen Büttenredners ist heute keine Seltenheit mehr. Natürlich, das sei an dieser Stelle ausdrücklich betont: Es gibt sie noch, die engagierten Karnevalsjecken, die für passable Gagen das Publikum zum lachen bringen. Aber sie sind rar geworden und wer will schon seinem Publikum jedes Jahr das (fast) gleiche Programm bieten? Wir vom NKC jedenfalls nicht.
Parallel zu der o.a. Entwicklung der Gagen kamen neben nicht unerheblichen Preiserhöhungen seitens der Stadt Duisburg (Saalmieten) auch ständig neue Auflagen. Konnten wir bei der ersten Prunksitzung vor fast 20 Jahren noch 300 Besucher in der Aula der Gertrud-Bäumer-Schule begrüßen, mussten wir diese Zahl durch ein völlig überzogenes Sicherheitsdenken bis heute auf 200 Besucher reduzieren. Ein drittel weniger Besucher heisst ein drittel weniger Einnahmen und das bei ständig steigenden Kosten auf allen Sektoren, wie z.B. auch seitens der GEMA, von gebeutelten Vereinen scherzhaft auch GEbühren-MAfia genannt. Eine Fortführung des Veranstaltungsbetriebes wäre uns nur auf Kosten des Niveaus möglich gewesen. Nein Danke!
Natürlich müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Wer ein wenig Ahnung von der Materie hat kann sich leicht vor-stellen, dass ein hochwertiges Programm und eine in dieser Form in Duisburg vorher noch nie dagewesene Auszeichnung wie der “Medien-Hoppeditz”, einem kleinen Verein wie dem NKC alles abverlangt. Da muss man zumindest bei den aktiven Mitgliedern bzgl. Solidarität zum Verein und gewählten Vorstand sehr hohe Anforderungen an das Niveau stellen. Leute, für die Karneval im Grunde nichts anderes ist als eine Ballermann-Fete in jecken Uniformen, sind da fehl am Platze. Diesbezüglich hatte der NKC in den letzten Jahren nicht immer ein besonders glückliches Händchen bei der Wahl neuer Mitglieder. Das führte letztendlich dazu, dass die Zahl derer, die jenseits jeder Profilneurose bereit waren, sich voll und ganz für die Sache des NKC zu engagieren, immer weniger wurde.
Hinzu kommt noch das leidige Thema Rauchverbot. Bevor die Politik sich einmischte, haben nichtrauchende und rauchende Narren jahrzehntelang friedlich miteinander Karneval gefeiert. Die Damen und Herren Politiker hätten besser daran getan, den Herren Bänkern und Wirtschaftsmanagern auf die Finger zu sehen, anstatt die Bürger wie Kleinkinder zu gängeln. Dann hätten wir heute vermutlich keine Finanzkrise !
Aufgrund aller vorgenannten Faktoren blieb uns daher keine andere Entscheidung, als den Veranstaltungsbetrieb einzustellen.
Ist das auch das Ende des NKC? Nein! Der NKC wird als Verein weiter bestehen und auch das Copyright für den “Medien-Hoppeditz” bleibt in unseren Händen. Denn man soll niemals nie sagen, vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung. Bis dahin werden wir im kleinen Kreis weiter unsere gemeinsame Freizeit beim Kegeln, Ausflügen pp. verbringen und endlich auch mal das tun, was andere Dank unseres Engagements viele Jahre tun durften: Wir werden ohne Verpflichtungen, Stress und Arbeit beim Besuch befreundeter Gesellschaften feiern und Karneval ohne wenn und aber geniessen. Dazu werden wir auf unserer Homepage, die ebenfalls weiter bestehen bleibt, Freunde und ehemalige Mitglieder einladen. Eine Tradition werden wir auf jeden Fall beibehalten, nämlich am Karnevals-Dienstag beim Fischessen die Session ausklingen zu lassen.
Bleibt uns nur noch an dieser Stelle der Dank an diejenigen aufrichtigen aktiven und passiven Mitglieder, die mit ihrer herausragenden Unterstützung Anteil an der einmaligen Erfolgsgeschichte des NKC haben. Ein besonderer Dank geht auch an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir in den zurückliegenden Jahren rund 43000 Euro karitativen Zwecken zuführen konnten. Nicht zuletzt gilt unser Dank einem phantastischen Publikum, das uns in fast zwei Jahrzehnten unterstützt hat. Für Euch hätten wir gerne weiter gemacht, doch leider war das aus den genannten Gründen nicht möglich. Aber: Die Erinnerung an einmalig schöne Stunden kann uns allen niemand nehmen.
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