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In ihrem aktuellen Sessionsheft blickt die KG Grün/Rot Neudorf auf 22 Jahre Vereinsgeschichte zurück und bietet auf rund zwei Seiten eine Darstellung dieser Zeit. Okay, richtig ist, dass der Name „Grün/Rot Neudorf“ seit dem 03.03.1990 im Duisburger Karneval existiert. Doch wir legen Wert auf die Feststellung, dass es von der Einstellung her wohl zwei verschiedene „Grün/Rot Neudorf“ gibt oder gab. Nämlich das Grün/Rot, das bis zum Jahr 2004 existierte und dann die Vereinsgeschichte als NKC Duisburg fortsetzte und dem anderen Grün/Rot, das seit 2004 unter gleichen Namen weiter macht. Beim „ehemaligen“ Grün/Rot“ wäre es vom Charakter her ein Unding gewesen, dass man bei der Darstellung der Vereinsgeschichte die Namen derer unerwähnt lässt, ohne die der Verein überhaupt nicht existieren würde. Auch wenn sich in der jetzigen KG nach nur 22 Jahren nicht ein einziges Gründungsmitglied mehr befindet, was schon für sich spricht, erinnern sich aufrechte Karnevalisten noch an die Namen der Gründer. Dann wird in dem Abriss der Vereinsgeschichte behauptet, dass das Finanzpolster in den ersten Jahren nicht gerade üppig gewesen sei. Abgesehen davon, dass das mangels Gründungsmitgliedern keiner aus der heutigen KG wissen kann, stimmt diese Behauptung einfach nicht. Grün/Rot stand von 1990 bis 2004 immer auf einer soliden Finanzbasis. Wie hätte man sich sonst auch von Anfang an karitativ engagieren können?
Womit wir beim „Medien-Hoppeditz“ wären. Unter der netten Überschrift „Wie aus dem Medien-Hoppeditz der Benefiz-Hoppeditz wurde“, wird der Sinn beider Auszeichnungen völlig verdreht. Wobei man wohl nur den Medien-Hoppeditz als Auszeichnung bezeichnen kann. Es wurden Personen aus dem Bereich Medien ausgezeichnet, die sich karitativ engagieren. Diesen wurde dann eine Summe aus Vereinsmitteln zur Verfügung gestellt, die die ausgezeichnete Person einem karitativen Zweck ihrer Wahl übergeben konnte. Wir wären nie auf die Idee gekommen, einen Preisträger zu bevormunden, wem er die Spendengelder zukommen läßt. Die heutige KG entscheidet, wen man in Duisburg karitativ unterstützt, dann sucht man sich eine lokale pseudoprominente Person (meist aus der Politik), die auf der Prunksitzung den Scheck entgegennimmt. Diese Person wird dann auch Ehrenmitglied (wofür eigentlich) der KG. So kommt man dann zu solchen „Ehrenmitgliedern“ wie einem Herrn Sauerland. Und auch hier zeigt sich wieder der Unterschied zwischen den ehemaligen und jetzigen „Grün/Roten“. Abgesehen davon, dass bei den ehemaligen nie ein Politiker Ehrenmitglied geworden wäre, spätestens nach den Vorgängen bei der Love-Parade und seinem Verhalten danach, wäre einem Herrn Sauerland die Ehrenmitgliedschaft bei uns aberkannt worden. Nun ist es amtlich: Die Duisburger haben mit überwältigender Mehrheit Herrn Sauerland aus dem Amt gejagt. Aber trösten Sie sich, Herr Sauerland, einen Titel haben Sie ja noch, Sie bleiben Ehrenmitglied der KG Grün/Rot.
Die Frage, warum es heute einen Benefiz-Hoppeditz gibt, hat der Präsident der KG Grün/Rot gegenüber einem Vorstandsmitglied des NKC beantwortet: „Weil man nicht die geringste Ahnung hatte, wie man an die Prominenten kommen sollte“. Aber die Wahrheit macht sich in einem Sessionsheft manchmal nicht so gut.
Wir wünschen allen aufrechten Narren eine heitere und unbeschwerte Session.
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